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Nacht

Hässlich für andere,

schön für mich.

Fremd für andere,

vertraut für mich.

Schlaf für andere,

wachen für mich.

Gesellschaft für andere,

Einsamkeit für mich.

Liebe für andere,

Sehnsucht für mich.

Farblos für andere,

Kunst für mich.

Bedrohlich für andere,

verlockend für mich.

Müdigkeit für andere,

Tatendrang für mich.

Leere für andere,

Gedanken für mich.

Leere für andere,

Fantasie für mich.

Leere für andere,

Königreiche für mich.

Leere für andere,

Leere für mich.

Träume für andere,

Träume für mich.

Nacht für andere,

doch auch für mich.

23.7.09 03:24


Wunschrealität

So viele Wünsche, die nie erfüllt werden

und würden sie erfüllt werden,

so wäre es doch oft ein Verlust,

sie nicht mehr zu verspüren

und eine Enttäuschung

über jedes Detail, das fehlte.


So viele Gedanken, die nie geteilt werden

und würden sie geteilt werden,

so würde man noch immer welche zurückhalten,

weil man sie nicht alle teilen kann,

bevor man nicht wieder neue Gedanken gesponnen hat.

Enttäuschung über jeden Gedanken, der verloren geht.


Meine Wünsche sind gleichzeitig Wunsch und Realität,

solange ich sie mir vorstelle.

Ich verliere erst,

wenn ich von der Vorstellung abgelenkt werde.

Enttäuschung,

wenn ich mir der Irrealität meiner Träume

und der Traumlosigkeit meiner Realität bewusst werde.


Keine Enttäuschung,

finde ich vielleicht in mir selbst.

Denn in mir

teile ich meine Gedanken,

lebe ich meine Träume

und träume mein Leben.

6.6.09 06:13


Nimm... !

Nimm meine Hand,

spring mit mir im Kreis,

wann immer es uns beide danach gelüstet.

Sprich mit mir,

über deine Träume,

und nimm mir die Scheu.


Nimm meinen Arm,

führe mich und lass dich führen,

wohin es uns beide zieht.

Zeige mir,

deine Träume,

und nimm mir die Sorgen.


Nimm mich in den Arm,

drücke mich fest,

wenn wir einander brauchen.

Träume mit mir,

deine Träume,

und nimm mir die Einsamkeit.


Nimm mein Herz,

bewahre es gut,

wie ich das deine.

Lebe mit mir,

unsere Träume,

und nimm mir die Sehnsucht.

4.4.09 03:27


Gem-Einsamkeit

Meine Hand

streicht sanft

über ihre.

Ich bin glücklich,

dass sie hier ist.

Ich bin froh,

dass ich sie berühren darf.

Ich hoffe,

ich mache auch ihr damit eine Freude.

Wir reden miteinander und wir sind gemeinsam

und wegen mir muss es nicht mehr werden.


Meine Hand

streicht sanft

über ihren Rücken.

Ich bin glücklich,

dass sie hier ist.

Ich bin froh,

dass ich sie berühren darf.

Ich hoffe,

ich mache auch ihr damit eine Freude.

Ich massiere sie und wir sind gemeinsam

und wegen mir muss es nicht mehr werden.


Meine Hand

streicht sanft

über ihren Bauch.

Ich bin glücklich,

dass sie hier ist.

Ich bin froh,

dass ich sie berühren darf.

Ich hoffe,

ich mache auch ihr damit eine Freude.

Ich streichle sie und wir sind gemeinsam

und wegen mir muss es nicht mehr werden.


Meine Hand

streicht sanft

über das Kissen.

Ich bin unglücklich,

da es sie nicht gibt.

Ich bin traurig,

da ich niemanden berühren darf.

Ich hoffe,

irgendwann jemandem damit eine Freude zu machen.

Ich öffne die Augen und ich bin einsam,

während ein kleiner Teil von mir stirbt.

17.2.09 01:50


Wahres Glück

„Wollen Sie hier denn nie heraus kommen?“

„Nein, wieso sollte ich?“, antwortete er und verfolgte mit fröhlichem Blick etwas, das unsichtbar über ihn hinweg zu fliegen schien.

„Meine Frau und meine Kinder sind hier...“

„Sind sie nicht, Sie sind alleine in eine Zelle gesperrt, zudem dürfen Sie keinen Besuch empfangen.“

„Sie besuchen nicht mich, ich besuche sie...“

„Ihre Arme und Beine sind an das Bett gefesselt.“

„Ich bin frei, ich sehe sie, ich rieche sie, ich fühle sie.“

Ich sah die tristen Wände, roch nur die verbrauchte Luft der Zelle, fühlte den kargen Holzstuhl unter mir. Ich seufzte.

„Sie sind geistig völlig gesund, das wissen sie. Machen Sie sich nichts vor.“

Ruckartig legte er den Kopf auf die Seite und starrte mich an, nun nicht mehr lächelnd.

„Wieso nicht? Ich bin zu Hause, mehr denn je. Kann meine Frau lieben, wie ich in der Wirklichkeit nicht fähig wäre, mich um meine Kinder kümmern, wie es kein Vater und keine Mutter kann.“

„In ihrer Fantasie...“

„Wie erleben Sie mich?“

„Als... verwirrten Menschen.“

„Nein, was sehen sie, wenn sie mich beobachten?“

„Sie... sind in eine Gummizelle gesperrt und an ein Bett gefesselt.“

„Und was tue ich meistens?“

„Lachen...“

Ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit, sein starrender Blick wurde milder und freundlicher.

„In meiner Fantasie bin ich der Vater und Ehemann, der ich nie sein könnte, der Mensch, der ich nie sein könnte. Ich bin glücklicher, als ich es je sein könnte.“

„Aber Ihr Glück basiert auf nichts Realem.“

„Muss es das?“

Sein Blick wendete sich wieder der Decke zu, er schwieg, lächelnd.

Ich verließ die Anstalt im trüben Licht der untergehenden Wintersonne, stieg müde und lustlos in mein Auto und fuhr durch den gehetzten, unfreundlichen Verkehr nach Hause, wo ich meine Kinder antraf, müde und lustlos über ihre Schulbücher gebeugt, während meine Frau müde und lustlos auf dem Sofa saß, fern sah und darauf wartete, dass dieser harte Arbeitstag sich endlich dem nächsten beugen würde.

16.2.09 02:38


Was wäre wenn... ?

Was wäre wenn

ich tot wäre?

Nach und nach

verbreitet sich die Kunde.

Die Lebenden verbleiben

in Erinnerung und Gedanken an mich,

in Trauer und Unglück,

als letzter Beweis ihrer Liebe,

derer ich mir zwar bewusst war,

die ich aber durch meinen Tod

so selbstsüchtig zurückwies.

Sie werden sich sagen:

Wir hätten ihm helfen müssen!


Was wäre wenn

ich tot wäre?

Nach und nach

verblasst mein Bewusstsein.

Die geliebten Menschen,

die ich so grausam in Trauer riss,

verschwinden gemeinsam mit meinen Gedanken.

Alle Hoffnung ist dahin,

ich verschulde viele Tränen,

doch es stört mich nicht,

da ich nicht mehr bin.

Ich werde mir nichts mehr sagen können,

denn die Entscheidung ist bereits getroffen.


Was wäre wenn

ich tot wäre?

Nach und nach

wird mir bewusst,

dass ich so viel Glück

einfach wegwerfen würde.

Die Freuden des Lebens,

Frau, Familie, Freunde,

aufgegeben,

aufgrund der Leiden des Lebens.

Ein kostbarer Verlust.

Und ich sage mir:

Sterben werde ich noch früh genug.

15.1.09 09:21


Sehnsucht

Ich habs mal wieder hochgeschoben... diese Sätze berühren mich nach 2 Jahren noch genauso tief wie damals. Ein Werk, auf das ich durchaus stolz bin...

Ich hoffe es gefällt euch auch.

 

 

Sehnsucht nach
Liebe,
etwas, das nicht mir bestimmt ist,
Zärtlichkeit,
was ich nie fühlen durfte,
das Geräusch deines Atems,
was ich nie hören werde,
dein Herz für mich schlagend,
was ich nie erfahren werde,
deine Liebe:
unerreichbar,
ein schöner Traum,
denn dich gibt es nicht.

 

PS: Der aufmerksame Leser findet in diesem einen Text drei Gedichte. 

20.8.08 20:55


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